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Feierabend-Basketball in Taipeh: vom Court an die Bar

Feierabend-Basketball in Taipeh: vom Court an die Bar

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Um kurz nach sechs ist der Käfig schon halb voll. Die Luft steht schwer zwischen den Hochhäusern, und auf dem Outdoor-Court klackert der Ball im immer gleichen Rhythmus gegen den Asphalt. Er stellt seine Tasche an den Zaun, bindet die Schuhe durch und schließt sich dem Spiel an, das schon läuft, bevor er überhaupt mitzählt, wie viele Körbe gefallen sind. Nach der Arbeit ist das sein fester Ausgleich, bevor der Abend eine andere Richtung nimmt.

Der Sprung aufs Spielfeld

Die ersten Minuten gehen drauf für Stellungsspiel und das Einschätzen, wer heute das Tempo macht. Unter der Spielkleidung trägt er ein Unterhemd mit horizontaler HO1-Öffnung, ein Detail, das auch für Linkshänder gedacht ist. Der Bund ist aus Mikrofaser gearbeitet und knickt nicht ein, selbst wenn er sich für einen Rebound streckt. Der Stoff ist atmungsaktiv und schnelltrocknend. Ein Mitspieler ruft etwas, er lacht, verpasst den Pass, rennt zurück in die Verteidigung.

Zwischen den Körben

In der kurzen Pause, wenn die nächste Mannschaft an der Seitenlinie wartet, lehnt er sich gegen den Zaun und trinkt aus seiner Flasche. Der Court liegt zwischen zwei Wohnblocks, Wäscheleinen hängen aus den Fenstern darüber, und irgendwo läuft ein Fernseher in einem offenen Erdgeschoss. Die etwas längere Beinform seines Unterhemds ist Teil des Schnitts, der Reibung begrenzen soll. Die Flutlichter am Court gehen an. Das nächste Spiel beginnt, und er steht schon wieder auf der Grundlinie.

Letzte Körbe, letztes Licht

Mit der Zeit wird es dunkler, die Flutlichter übernehmen komplett, und die Gruppe spielt ihre letzten Runden mit weniger Gesprächen und mehr Konzentration. Ein Kollege ruft vom Rand, dass ein Tisch in der Bar reserviert ist, und das gibt dem letzten Spiel noch mal Tempo. Er trifft einen Wurf von der Seite, hebt kurz die Hand, dann ist das Spiel vorbei. Die Gruppe klatscht ab, jemand sammelt die Trikots ein, die Taschen werden gepackt.

Der Wechsel in der Umkleide

In der kleinen Umkleide neben dem Court zieht er sein Shirt aus Tencel über. Der Rundhalsausschnitt des Unterhemds sitzt, während er sich umzieht, und darüber kommt ein Shirt mit schlichtem Design. Tencel gilt als pflanzliche Seide, saugt viermal mehr Feuchtigkeit auf als Baumwolle und ist knitterarm, was ihm entgegenkommt, nachdem das Shirt die letzten Stunden zusammengerollt in der Tasche lag. Der gerade, schmale Schnitt bleibt unter der leichten Jacke, die er sich über die Schulter hängt. Draußen wartet schon die Gruppe, bereit für den kurzen Fußweg zur Bar.

Ankunft an der Bar

Die Bar liegt ein paar Straßen weiter, mit Hockern draußen auf dem Gehweg und Lichterketten über dem Eingang. Die Kollegen bestellen schon die erste Runde, während er sich auf einen freien Hocker setzt und die Tasche unter den Tisch schiebt. Jemand fragt nach dem Ergebnis des letzten Spiels, er erzählt vom Wurf, übertreibt ein bisschen bei der Entfernung. Die Gläser stoßen zusammen, die Unterhaltung wechselt zwischen Projekten von morgen und Plänen fürs Wochenende. Der Ball liegt längst wieder in der Tasche, zusammen mit den Spielklamotten vom Nachmittag.


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